Deutsche Welle • UX-Konzeption
Redesign DW Breaking World News App
Für die Deutsche Welle habe ich die DW Breaking World News App für iOS und Android neu konzipiert. Die mehrsprachige App richtet sich an ein internationales Publikum und bündelt Artikel, Videos und Audioinhalte aus verschiedenen Regionen und Sprachen.
Was ist wichtig?
Die bestehenden nativen Apps boten viele Funktionen, erschwerten durch ihre Menüstruktur jedoch Orientierung und einhändige Nutzung.
Da User Research im UX Bereich noch nicht fest etabliert war, initiierte ich eine Kano-Umfrage als Grundlage für MVP-Priorisierung und Roadmap.
Die UX-Konzeption verband redaktionelle Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Bedienmustern.
Der Konzeptumfang reichte von Informationsarchitektur und User Flows bis zu Wireframes und einem interaktiven Axure-Prototyp.
Das Ergebnis war eine skalierbare App-Struktur mit klarer Navigation, reduziertem MVP und vorbereiteten Erweiterungen wie Suche und Bookmarks.
Ausgangslage
Im Zuge einer vollständigen Neukonzeption von dw.com sollte auch die App technisch und strukturell neu aufgesetzt werden. Um redaktionelle Inhalte künftig flexibler und effizienter ausspielen zu können, sollten Artikel, Videos und Themenseiten nicht mehr vollständig nativ umgesetzt, sondern aus der Website über Webviews eingebunden werden.
Nur app-spezifische Funktionen wie Navigation, Sprache, Einstellungen, Mitteilungen und Datenschutz sollten weiterhin nativ funktionieren. Gleichzeitig mussten die bisherigen iOS- und Android-Apps mit ihrem großen Funktionsumfang auf ein realistisches erstes MVP reduziert werden. Die bestehende Menüstruktur erschwerte zudem die Orientierung, da redaktionelle Inhalte und Einstellungen gemeinsam über das Burger-Menü erreichbar waren.
Herausforderung
Die neue App sollte redaktionelle Inhalte aus dw.com effizient integrieren, sich für Nutzer:innen aber dennoch wie ein eigenständiges mobiles Produkt anfühlen. Dafür mussten Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Funktionen zu einem konsistenten Nutzungserlebnis verbunden werden.
Gleichzeitig konnte nur ein Teil der bestehenden Funktionen in das erste MVP übernommen werden. Die zentrale UX-Aufgabe bestand deshalb darin, relevante Funktionen zu priorisieren, die Orientierung gegenüber der bisherigen Menüstruktur zu verbessern und eine Architektur zu entwickeln, die technisch realistisch sowie langfristig erweiterbar ist.
Research und Priorisierung
User Research war zu diesem Zeitpunkt kein fest etablierter Bestandteil des Produktprozesses. Um die Priorisierung dennoch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer:innen auszurichten, initiierte ich eine Kano-Umfrage. Die Nutzer:innen bewerteten potenzielle App-Funktionen nach ihrem Einfluss auf Zufriedenheit und Wichtigkeit. Die explorative Erhebung diente als Grundlage für MVP-Entscheidungen und die Roadmap.
Ergebnis Kano-Umfrage
Funktionen nach Wichtigkeit von 1–10. Die Ergebnisse wurden direkt in Produktentscheidungen übersetzt.
Erkenntnisse und Entscheidungen aus der Kano-Umfrage
Sehr hohe Bewertung für Offline-Modus
Aufgrund der hohen technischen Komplexität wurde dies zurückgestellt
Suche hatte hohen funktionalen Nutzen
Suche wurde konzeptionell mitgedacht, aber nicht Teil des ersten MVP
Dark Mode war besonders für jüngere Nutzer attraktiv
Dark Mode wurde als spätere Ausbaustufe eingeordnet
Navigationsleiste
Wird als Tab Bar bzw. Navigation Bar umgesetzt
Artikel merken wurde als relevanter Mehrwert bewertet
Bookmarks wurden als spätere Erweiterung in der Struktur berücksichtigt
News-Ticker
Ist Teil des redaktionellen Contents in der Webview
Anpassbare Schriftgröße war für ältere Nutzer relevanter
Lesbarkeit und Accessibility wurden als Anforderungen dokumentiert
Liste mit Push-Mitteilungen
Wird aufgrund ihrer geringen Relevanz zurückgestellt
Dadurch hatte User Research gezielten Einfluss auf Produktentscheidungen.
UX-Strategie und zentrale Entscheidungen
Ich entwickelte eine modulare App-Struktur, die redaktionelle Inhalte und native App-Funktionen klar voneinander trennt. Artikel, Videos und Themenseiten werden über Webviews aus dw.com eingebunden, während Navigation, Einstellungen und app-spezifische Funktionen nativ konzipiert wurden.
Eine zentrale Entscheidung war die Einführung einer Bottom Navigation. Sie schafft einen stabilen Rahmen für die wichtigsten Bereiche der App und verbessert die Orientierung, besonders bei wiederkehrender Nutzung und einhändiger Bedienung.
Gleichzeitig wurden native Pattern für Einstellungen, Mitteilungen, Sprache und Datenschutz genutzt, um eine intuitive Bedienung auf iOS und Android zu ermöglichen. Funktionen wie Suche, Bookmarks, Dark Mode und Schriftgröße waren nicht zwingend Teil des MVP, wurden aber strukturell mitgedacht.
So entstand eine UX-Architektur, die technisch realistisch, für Nutzer verständlich und langfristig erweiterbar war.
Struktur Startseite
Native Navigation: Header, Topic und Bottom. Redaktioneller Content bleibt als Webview klar vom nativen Rahmen getrennt.

Native Pattern für iOS und Android
Die Navigation und die Einstellungen für iOS und Android wurden nativ konzipiert, um eine möglichst intuitive Bedienung zu ermöglichen. Eigene unvalidierte Pattern wurden vermieden; stattdessen orientiert sich die Struktur an bekannten Plattformkonventionen, klaren Labels und reduzierten Interaktionen.
Übersicht Einstellungen
Natives Wording für Mitteilungen und Benachrichtigungen.
Auswahl der Sprache
Nutzer:innen stehen Inhalte in 32 Sprachen zur Verfügung.
Sprache wechseln
Der Dialog wird mit gewohnten nativen Pattern angezeigt.
Datenschutz
Datenschutzerklärung in einer Webview.
Informationsarchitektur und User Flows
Aus den Anforderungen entwickelte ich eine App-Struktur, die zwischen redaktionellen und app-spezifischen Bereichen unterscheidet. Die Flows machten sichtbar, welche Bereiche nativ funktionieren müssen und wo Webviews sinnvoll eingebunden werden können.
Konzept Navigation Startseite
Die „In Fokus“-Themen sind per Swipe horizontal navigierbar; über die Bottom Navigation erreichen Nutzer:innen Profil, Bookmarks und Einstellungen.

Prototyp in Axure
Der interaktive Prototyp machte das Zusammenspiel von nativer Navigation und Webview-Inhalten frühzeitig überprüfbar. Er diente Product, Redaktion und Engineering dazu, zentrale Nutzungsszenarien, Funktionsumfang und technische Abhängigkeiten vor der Umsetzung gemeinsam abzustimmen. So konnten offene Fragen zum MVP geklärt und spätere Erweiterungen bereits in der Struktur berücksichtigt werden.
Interaktiver Prototyp
Grundlage zur Abstimmung von Verhalten, Funktionen, Flows und technischer Machbarkeit.
MVP bewusst reduzieren
Für den ersten Launch wurde der Funktionsumfang auf die zentralen Nutzungsszenarien konzentriert: Inhalte überblicken, Zensurumgehung, Fokus-Themen entdecken, Detailseiten öffnen sowie Sprache und Datenschutz verwalten.
Suche, Bookmarks, Dark Mode, Mitteilungsverlauf und anpassbare Schriftgröße wurden zunächst zurückgestellt. Ihre späteren Einstiegspunkte und Abhängigkeiten wurden jedoch bereits in Informationsarchitektur und Navigation eingeplant. Dadurch blieb der erste Entwicklungsumfang beherrschbar, ohne die weitere Produktentwicklung strukturell einzuschränken.
Ergebnis – Entwicklungsstand iOS Juni 2026
Die entwickelte Produktlogik wurde zur Grundlage für die neue App: Redaktionelle Inhalte werden flexibel aus dw.com eingebunden, während Navigation und app-spezifische Funktionen nativ umgesetzt werden.
Im iOS-Entwicklungsstand von Juni 2026 sind zentrale Konzeptentscheidungen wiederzuerkennen, darunter die Bottom Navigation, Suche und die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Einstellungen. Damit wurde aus dem Konzept eine umsetzbare Grundstruktur, auf der weitere Funktionen schrittweise ergänzt werden können.
Fazit
Mein zentraler Beitrag bestand darin, die technische Neuausrichtung der App in eine klare, umsetzbare Produktlogik zu übersetzen. Dabei habe ich redaktionelle Webview-Inhalte, native Plattformfunktionen und einen bewusst reduzierten MVP so zusammengeführt, dass kurzfristige Machbarkeit und langfristige Erweiterbarkeit gleichermaßen berücksichtigt wurden.
Eine zentrale Herausforderung war, Nutzerbedürfnisse, redaktionelle Anforderungen und technische Rahmenbedingungen nicht isoliert zu behandeln, sondern in gemeinsame Produktentscheidungen zu überführen. Der Prototyp diente dabei nicht nur der Visualisierung, sondern als Arbeitsgrundlage, um Abhängigkeiten sichtbar zu machen, Scope zu schärfen und Entscheidungen mit Product, Redaktion und Engineering früh abzusichern.
Das wichtigste Learning war, einen MVP nicht nur über Weglassen zu definieren. Auch zurückgestellte Funktionen mussten in ihren Auswirkungen auf Navigation, Informationsarchitektur und technische Abhängigkeiten mitgedacht werden. Dadurch ließ sich der Entwicklungsaufwand begrenzen, ohne spätere Produktentscheidungen unnötig einzuschränken.
Über dieses Projekt
Produkt
DW Breaking World News App
Plattform
iOS und Android
Kontext
Internationale News-App, mehrsprachige Inhalte, hybride Architektur
Meine Rolle
UX-Konzept, Informationsarchitektur, User Flows, Wireframes und Prototyping
Zusammenarbeit
Product, Redaktion, UI Design und Engineering
Output
Eine neue App mit hybrider Architektur. Intuitiv bedienbar und skalierbar, aufgebaut für spätere Erweiterungen
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
Projekt ansehen →
welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
Projekt ansehen →
Kontakt
Ich freue mich über eine Nachricht.
hallo@christophkönig.com ↗Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen
Deutsche Welle • UX-Konzeption
Redesign DW Breaking World News App
Für die Deutsche Welle habe ich die DW Breaking World News App für iOS und Android neu konzipiert. Die mehrsprachige App richtet sich an ein internationales Publikum und bündelt Artikel, Videos und Audioinhalte aus verschiedenen Regionen und Sprachen.
Was ist wichtig?
Die bestehenden nativen Apps boten viele Funktionen, erschwerten durch ihre Menüstruktur jedoch Orientierung und einhändige Nutzung.
Da User Research im UX Bereich noch nicht fest etabliert war, initiierte ich eine Kano-Umfrage als Grundlage für MVP-Priorisierung und Roadmap.
Die UX-Konzeption verband redaktionelle Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Bedienmustern.
Der Konzeptumfang reichte von Informationsarchitektur und User Flows bis zu Wireframes und einem interaktiven Axure-Prototyp.
Das Ergebnis war eine skalierbare App-Struktur mit klarer Navigation, reduziertem MVP und vorbereiteten Erweiterungen wie Suche und Bookmarks.
Ausgangslage
Im Zuge einer vollständigen Neukonzeption von dw.com sollte auch die App technisch und strukturell neu aufgesetzt werden. Um redaktionelle Inhalte künftig flexibler und effizienter ausspielen zu können, sollten Artikel, Videos und Themenseiten nicht mehr vollständig nativ umgesetzt, sondern aus der Website über Webviews eingebunden werden.
Nur app-spezifische Funktionen wie Navigation, Sprache, Einstellungen, Mitteilungen und Datenschutz sollten weiterhin nativ funktionieren. Gleichzeitig mussten die bisherigen iOS- und Android-Apps mit ihrem großen Funktionsumfang auf ein realistisches erstes MVP reduziert werden. Die bestehende Menüstruktur erschwerte zudem die Orientierung, da redaktionelle Inhalte und Einstellungen gemeinsam über das Burger-Menü erreichbar waren.
Herausforderung
Die neue App sollte redaktionelle Inhalte aus dw.com effizient integrieren, sich für Nutzer:innen aber dennoch wie ein eigenständiges mobiles Produkt anfühlen. Dafür mussten Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Funktionen zu einem konsistenten Nutzungserlebnis verbunden werden.
Gleichzeitig konnte nur ein Teil der bestehenden Funktionen in das erste MVP übernommen werden. Die zentrale UX-Aufgabe bestand deshalb darin, relevante Funktionen zu priorisieren, die Orientierung gegenüber der bisherigen Menüstruktur zu verbessern und eine Architektur zu entwickeln, die technisch realistisch sowie langfristig erweiterbar ist.
Research und Priorisierung
User Research war zu diesem Zeitpunkt kein fest etablierter Bestandteil des Produktprozesses. Um die Priorisierung dennoch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer:innen auszurichten, initiierte ich eine Kano-Umfrage. Die Nutzer:innen bewerteten potenzielle App-Funktionen nach ihrem Einfluss auf Zufriedenheit und Wichtigkeit. Die explorative Erhebung diente als Grundlage für MVP-Entscheidungen und die Roadmap.
Ergebnis Kano-Umfrage
Funktionen nach Wichtigkeit von 1–10. Die Ergebnisse wurden direkt in Produktentscheidungen übersetzt.
Erkenntnisse und Entscheidungen aus der Kano-Umfrage
Sehr hohe Bewertung für Offline-Modus
Aufgrund der hohen technischen Komplexität wurde dies zurückgestellt
Suche hatte hohen funktionalen Nutzen
Suche wurde konzeptionell mitgedacht, aber nicht Teil des ersten MVP
Dark Mode war besonders für jüngere Nutzer attraktiv
Dark Mode wurde als spätere Ausbaustufe eingeordnet
Navigationsleiste
Wird als Tab Bar bzw. Navigation Bar umgesetzt
Artikel merken wurde als relevanter Mehrwert bewertet
Bookmarks wurden als spätere Erweiterung in der Struktur berücksichtigt
News-Ticker
Ist Teil des redaktionellen Contents in der Webview
Anpassbare Schriftgröße war für ältere Nutzer relevanter
Lesbarkeit und Accessibility wurden als Anforderungen dokumentiert
Liste mit Push-Mitteilungen
Wird aufgrund ihrer geringen Relevanz zurückgestellt
Dadurch hatte User Research gezielten Einfluss auf Produktentscheidungen.
UX-Strategie und zentrale Entscheidungen
Ich entwickelte eine modulare App-Struktur, die redaktionelle Inhalte und native App-Funktionen klar voneinander trennt. Artikel, Videos und Themenseiten werden über Webviews aus dw.com eingebunden, während Navigation, Einstellungen und app-spezifische Funktionen nativ konzipiert wurden.
Eine zentrale Entscheidung war die Einführung einer Bottom Navigation. Sie schafft einen stabilen Rahmen für die wichtigsten Bereiche der App und verbessert die Orientierung, besonders bei wiederkehrender Nutzung und einhändiger Bedienung.
Gleichzeitig wurden native Pattern für Einstellungen, Mitteilungen, Sprache und Datenschutz genutzt, um eine intuitive Bedienung auf iOS und Android zu ermöglichen. Funktionen wie Suche, Bookmarks, Dark Mode und Schriftgröße waren nicht zwingend Teil des MVP, wurden aber strukturell mitgedacht.
So entstand eine UX-Architektur, die technisch realistisch, für Nutzer verständlich und langfristig erweiterbar war.
Struktur Startseite
Native Navigation: Header, Topic und Bottom. Redaktioneller Content bleibt als Webview klar vom nativen Rahmen getrennt.

Native Pattern für iOS und Android
Die Navigation und die Einstellungen für iOS und Android wurden nativ konzipiert, um eine möglichst intuitive Bedienung zu ermöglichen. Eigene unvalidierte Pattern wurden vermieden; stattdessen orientiert sich die Struktur an bekannten Plattformkonventionen, klaren Labels und reduzierten Interaktionen.
Übersicht Einstellungen
Natives Wording für Mitteilungen und Benachrichtigungen.
Auswahl der Sprache
Nutzer:innen stehen Inhalte in 32 Sprachen zur Verfügung.
Sprache wechseln
Der Dialog wird mit gewohnten nativen Pattern angezeigt.
Datenschutz
Datenschutzerklärung in einer Webview.
Informationsarchitektur und User Flows
Aus den Anforderungen entwickelte ich eine App-Struktur, die zwischen redaktionellen und app-spezifischen Bereichen unterscheidet. Die Flows machten sichtbar, welche Bereiche nativ funktionieren müssen und wo Webviews sinnvoll eingebunden werden können.
Navigation Startseite
Durch Swipen können Nutzer:innen zwischen den „In Fokus“-Themen navigieren und über die Bottom Navigation zum Bereich Profil mit Bookmarks und Einstellungen wechseln.

Prototyp in Axure
Der interaktive Prototyp machte das Zusammenspiel von nativer Navigation und Webview-Inhalten frühzeitig überprüfbar. Er diente Product, Redaktion und Engineering dazu, zentrale Nutzungsszenarien, Funktionsumfang und technische Abhängigkeiten vor der Umsetzung gemeinsam abzustimmen. So konnten offene Fragen zum MVP geklärt und spätere Erweiterungen bereits in der Struktur berücksichtigt werden.
Interaktiver Prototyp
Grundlage zur Abstimmung von Verhalten, Funktionen, Flows und technischer Machbarkeit.
MVP bewusst reduzieren
Für den ersten Launch wurde der Funktionsumfang auf die zentralen Nutzungsszenarien konzentriert: Inhalte überblicken, Zensurumgehung, Fokus-Themen entdecken, Detailseiten öffnen sowie Sprache und Datenschutz verwalten.
Suche, Bookmarks, Dark Mode, Mitteilungsverlauf und anpassbare Schriftgröße wurden zunächst zurückgestellt. Ihre späteren Einstiegspunkte und Abhängigkeiten wurden jedoch bereits in Informationsarchitektur und Navigation eingeplant. Dadurch blieb der erste Entwicklungsumfang beherrschbar, ohne die weitere Produktentwicklung strukturell einzuschränken.
Ergebnis – Entwicklungsstand iOS Juni 2026
Die entwickelte Produktlogik wurde zur Grundlage für die neue App: Redaktionelle Inhalte werden flexibel aus dw.com eingebunden, während Navigation und app-spezifische Funktionen nativ umgesetzt werden.
Im iOS-Entwicklungsstand von Juni 2026 sind zentrale Konzeptentscheidungen wiederzuerkennen, darunter die Bottom Navigation, Suche und die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Einstellungen. Damit wurde aus dem Konzept eine umsetzbare Grundstruktur, auf der weitere Funktionen schrittweise ergänzt werden können.
Fazit
Mein zentraler Beitrag bestand darin, die technische Neuausrichtung der App in eine klare, umsetzbare Produktlogik zu übersetzen. Dabei habe ich redaktionelle Webview-Inhalte, native Plattformfunktionen und einen bewusst reduzierten MVP so zusammengeführt, dass kurzfristige Machbarkeit und langfristige Erweiterbarkeit gleichermaßen berücksichtigt wurden.
Eine zentrale Herausforderung war, Nutzerbedürfnisse, redaktionelle Anforderungen und technische Rahmenbedingungen nicht isoliert zu behandeln, sondern in gemeinsame Produktentscheidungen zu überführen. Der Prototyp diente dabei nicht nur der Visualisierung, sondern als Arbeitsgrundlage, um Abhängigkeiten sichtbar zu machen, Scope zu schärfen und Entscheidungen mit Product, Redaktion und Engineering früh abzusichern.
Das wichtigste Learning war, einen MVP nicht nur über Weglassen zu definieren. Auch zurückgestellte Funktionen mussten in ihren Auswirkungen auf Navigation, Informationsarchitektur und technische Abhängigkeiten mitgedacht werden. Dadurch ließ sich der Entwicklungsaufwand begrenzen, ohne spätere Produktentscheidungen unnötig einzuschränken.
Über dieses Projekt
Produkt
DW Breaking World News App
Plattform
iOS und Android
Kontext
Internationale News-App, mehrsprachige Inhalte, hybride Architektur
Meine Rolle
UX-Konzept, Informationsarchitektur, User Flows, Wireframes und Prototyping
Zusammenarbeit
Product, Redaktion, UI Design und Engineering
Output
Eine neue App mit hybrider Architektur. Intuitiv bedienbar und skalierbar, aufgebaut für spätere Erweiterungen
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
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welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
Projekt ansehen →
Kontakt
Ich freue mich über eine Nachricht.
hallo@christophkönig.com ↗Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen
Deutsche Welle • UX-Konzeption
Redesign DW Breaking World News App
Für die Deutsche Welle habe ich die DW Breaking World News App für iOS und Android neu konzipiert. Die mehrsprachige App richtet sich an ein internationales Publikum und bündelt Artikel, Videos und Audioinhalte aus verschiedenen Regionen und Sprachen.
Was ist wichtig?
Die bestehenden nativen Apps boten viele Funktionen, erschwerten durch ihre Menüstruktur jedoch Orientierung und Navigation.
Da User Research im UX Bereich noch nicht fest etabliert war, initiierte ich eine Kano-Umfrage als Grundlage für MVP-Priorisierung und Roadmap.
Die UX-Konzeption verband redaktionelle Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Bedienmustern.
Der Konzeptumfang reichte von Informationsarchitektur und User Flows bis zu Wireframes und einem interaktiven Axure-Prototyp.
Das Ergebnis war eine skalierbare App-Struktur mit klarer Navigation, reduziertem MVP und vorbereiteten Erweiterungen wie Suche und Bookmarks.
Ausgangslage
Im Zuge einer vollständigen Neukonzeption von dw.com sollte auch die App technisch und strukturell neu aufgesetzt werden. Um redaktionelle Inhalte künftig flexibler und effizienter ausspielen zu können, sollten Artikel, Videos und Themenseiten nicht mehr vollständig nativ umgesetzt, sondern aus der Website über Webviews eingebunden werden.
Nur app-spezifische Funktionen wie Navigation, Sprache, Einstellungen, Mitteilungen und Datenschutz sollten weiterhin nativ funktionieren. Gleichzeitig mussten die bisherigen iOS- und Android-Apps mit ihrem großen Funktionsumfang auf ein realistisches erstes MVP reduziert werden. Die bestehende Menüstruktur erschwerte zudem die Orientierung, da redaktionelle Inhalte und Einstellungen gemeinsam über das Burger-Menü erreichbar waren.
Herausforderung
Die neue App sollte redaktionelle Inhalte aus dw.com effizient integrieren, sich für Nutzer:innen aber dennoch wie ein eigenständiges mobiles Produkt anfühlen. Dafür mussten Webview-Inhalte mit nativer Navigation, Einstellungen und plattformspezifischen Funktionen zu einem konsistenten Nutzungserlebnis verbunden werden.
Gleichzeitig konnte nur ein Teil der bestehenden Funktionen in das erste MVP übernommen werden. Die zentrale UX-Aufgabe bestand deshalb darin, relevante Funktionen zu priorisieren, die Orientierung gegenüber der bisherigen Menüstruktur zu verbessern und eine Architektur zu entwickeln, die technisch realistisch sowie langfristig erweiterbar ist.
Research und Priorisierung
User Research war zu diesem Zeitpunkt kein fest etablierter Bestandteil des Produktprozesses. Um die Priorisierung dennoch stärker an den Bedürfnissen der Nutzer:innen auszurichten, initiierte ich eine Kano-Umfrage. Die Nutzer:innen bewerteten potenzielle App-Funktionen nach ihrem Einfluss auf Zufriedenheit und Wichtigkeit. Die explorative Erhebung diente als Grundlage für MVP-Entscheidungen und die Roadmap.
Ergebnis Kano-Umfrage
Funktionen nach Wichtigkeit von 1–10. Die Ergebnisse wurden direkt in Produktentscheidungen übersetzt.
Erkenntnisse und Entscheidungen aus der Kano-Umfrage
Sehr hohe Bewertung für Offline-Modus
Aufgrund der hohen technischen Komplexität wurde dies zurückgestellt
Suche hatte hohen funktionalen Nutzen
Suche wurde konzeptionell mitgedacht, aber nicht Teil des ersten MVP
Dark Mode war besonders für jüngere Nutzer attraktiv
Dark Mode wurde als spätere Ausbaustufe eingeordnet
Navigationsleiste
Wird als Tab Bar bzw. Navigation Bar umgesetzt
Artikel merken wurde als relevanter Mehrwert bewertet
Bookmarks wurden als spätere Erweiterung in der Struktur berücksichtigt
News-Ticker
Ist Teil des redaktionellen Contents in der Webview
Anpassbare Schriftgröße war für ältere Nutzer relevanter
Lesbarkeit und Accessibility wurden als Anforderungen dokumentiert
Liste mit Push-Mitteilungen
Wird aufgrund ihrer geringen Relevanz zurückgestellt
Dadurch hatte User Research gezielten Einfluss auf Produktentscheidungen.
UX-Strategie und zentrale Entscheidungen
Ich entwickelte eine modulare App-Struktur, die redaktionelle Inhalte und native App-Funktionen klar voneinander trennt. Artikel, Videos und Themenseiten werden über Webviews aus dw.com eingebunden, während Navigation, Einstellungen und app-spezifische Funktionen nativ konzipiert wurden.
Eine zentrale Entscheidung war die Einführung einer Bottom Navigation. Sie schafft einen stabilen Rahmen für die wichtigsten Bereiche der App und verbessert die Orientierung, besonders bei wiederkehrender Nutzung und einhändiger Bedienung.
Gleichzeitig wurden native Pattern für Einstellungen, Mitteilungen, Sprache und Datenschutz genutzt, um eine intuitive Bedienung auf iOS und Android zu ermöglichen. Funktionen wie Suche, Bookmarks, Dark Mode und Schriftgröße waren nicht zwingend Teil des MVP, wurden aber strukturell mitgedacht.
So entstand eine UX-Architektur, die technisch realistisch, für Nutzer verständlich und langfristig erweiterbar war.
Struktur Startseite
Native Navigation: Header, Topic und Bottom. Redaktioneller Content bleibt als Webview klar vom nativen Rahmen getrennt.

Native Pattern für iOS und Android
Die Navigation und die Einstellungen für iOS und Android wurden nativ konzipiert, um eine möglichst intuitive Bedienung zu ermöglichen. Eigene nicht validierte Pattern wurden vermieden; stattdessen orientiert sich die Struktur an bekannten Plattformkonventionen, klaren Labels und reduzierten Interaktionen.
Übersicht Einstellungen
Natives Wording für Mitteilungen und Benachrichtigungen.
Auswahl der Sprache
Nutzer:innen stehen Inhalte in 32 Sprachen zur Verfügung.
Sprache wechseln
Der Dialog wird mit gewohnten nativen Pattern angezeigt.
Datenschutz
Datenschutzerklärung in einer Webview.
Informationsarchitektur und User Flows
Aus den Anforderungen entwickelte ich eine App-Struktur, die zwischen redaktionellen und app-spezifischen Bereichen unterscheidet. Die Flows machten sichtbar, welche Bereiche nativ funktionieren müssen und wo Webviews sinnvoll eingebunden werden können.
Navigation Startseite
Durch Swipen können Nutzer:innen zwischen den „In Fokus“-Themen navigieren und über die Bottom Navigation zum Bereich Profil mit Bookmarks und Einstellungen wechseln.

Prototyp in Axure
Der interaktive Prototyp machte das Zusammenspiel von nativer Navigation und Webview-Inhalten frühzeitig überprüfbar. Er diente Product, Redaktion und Engineering dazu, zentrale Nutzungsszenarien, Funktionsumfang und technische Abhängigkeiten vor der Umsetzung gemeinsam abzustimmen. So konnten offene Fragen zum MVP geklärt und spätere Erweiterungen bereits in der Struktur berücksichtigt werden.
Interaktiver Prototyp
Grundlage zur Abstimmung von Verhalten, Funktionen, Flows und technischer Machbarkeit.
MVP bewusst reduzieren
Für den ersten Launch wurde der Funktionsumfang auf die zentralen Nutzungsszenarien konzentriert: Inhalte überblicken, Fokus-Themen entdecken, Detailseiten öffnen sowie Sprache. Datenschutz und Zensurumgehung verwalten.
Suche, Bookmarks, Dark Mode, Mitteilungsverlauf und anpassbare Schriftgröße wurden zunächst zurückgestellt. Ihre späteren Einstiegspunkte und Abhängigkeiten wurden jedoch bereits in Informationsarchitektur und Navigation eingeplant. Dadurch blieb der erste Entwicklungsumfang beherrschbar, ohne die weitere Produktentwicklung strukturell einzuschränken.
Ergebnis – Entwicklungsstand iOS Juni 2026
Die entwickelte Produktlogik wurde zur Grundlage für die neue App: Redaktionelle Inhalte werden flexibel aus dw.com eingebunden, während Navigation und app-spezifische Funktionen nativ umgesetzt werden.
Im iOS-Entwicklungsstand von Juni 2026 sind zentrale Konzeptentscheidungen wiederzuerkennen, darunter die Bottom Navigation, Suche und die klare Trennung zwischen redaktionellen Inhalten und Einstellungen. Damit wurde aus dem Konzept eine umsetzbare Grundstruktur, auf der weitere Funktionen schrittweise ergänzt werden können.
Fazit
Mein zentraler Beitrag bestand darin, die technische Neuausrichtung der App in eine klare, umsetzbare Produktlogik zu übersetzen. Dabei habe ich redaktionelle Webview-Inhalte, native Plattformfunktionen und einen bewusst reduzierten MVP so zusammengeführt, dass kurzfristige Machbarkeit und langfristige Erweiterbarkeit gleichermaßen berücksichtigt wurden.
Eine zentrale Herausforderung war, Nutzerbedürfnisse, redaktionelle Anforderungen und technische Rahmenbedingungen nicht isoliert zu behandeln, sondern in gemeinsame Produktentscheidungen zu überführen. Der Prototyp diente dabei nicht nur der Visualisierung, sondern als Arbeitsgrundlage, um Abhängigkeiten sichtbar zu machen, Scope zu schärfen und Entscheidungen mit Product, Redaktion und Engineering früh abzusichern.
Das wichtigste Learning war, einen MVP nicht nur über Weglassen zu definieren. Auch zurückgestellte Funktionen mussten in ihren Auswirkungen auf Navigation, Informationsarchitektur und technische Abhängigkeiten mitgedacht werden. Dadurch ließ sich der Entwicklungsaufwand begrenzen, ohne spätere Produktentscheidungen unnötig einzuschränken.
Über dieses Projekt
Produkt
DW Breaking World News App
Plattform
iOS und Android
Kontext
Internationale News-App, mehrsprachige Inhalte, hybride Architektur
Meine Rolle
UX-Konzept, Informationsarchitektur, User Flows, Wireframes und Prototyping
Zusammenarbeit
Product, Redaktion, UI Design und Engineering
Output
Eine neue App mit hybrider Architektur. Intuitiv bedienbar und skalierbar, aufgebaut für spätere Erweiterungen
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
Projekt ansehen →
welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
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