Deutsche Welle • Formatentwicklung
Ich entwickelte eine neue Informationsarchitektur für DW Live Updates, die dynamische Nachrichtenlagen schneller erfassbar macht: mit klarem Live-Status, kompaktem Überblick, modularen Updates und direkt teilbaren Einstiegspunkten.
Was ist wichtig?
Live-Ereignisse wurden bislang auf klassischen Artikelseiten veröffentlicht; Status, Aktualität und Verlauf waren dadurch nur schwer erfassbar.
Die UX-Aufgabe bestand darin, Live-Berichterstattung als eigenständigen Nutzungskontext mit klarer Orientierung und Chronologie zu strukturieren.
Nutzer:innen sollten den aktuellen Stand schnell verstehen, neue Entwicklungen scannen und bei Bedarf den vollständigen Verlauf nachvollziehen können.
Der Konzeptumfang reichte vom orientierenden Header mit Live-Status und Überblick bis zu modularen, direkt verlinkbaren Update-Einträgen.
Das Ergebnis war ein flexibler Live-Artikeltyp, der aktive Berichterstattung und abgeschlossene chronologische Verläufe gleichermaßen unterstützt.
Ausgangslage
Live-Ereignisse wurden zuvor innerhalb normaler Artikeldetailseiten veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke in einem Format, das ursprünglich für abgeschlossene Artikel gedacht war.
Dadurch mussten Nutzer aktuelle Entwicklungen, Verlauf und Kontext selbst aus dem Artikel herauslesen. Einzelne Updates waren außerdem nicht als eigenständige Einstiegspunkte für Social Media, Newsletter oder interne Verlinkung angelegt.
Live-Updates vorher

Herausforderung
Bei dynamischen Nachrichtenlagen müssen Nutzer schnell verstehen:
Gleichzeitig brauchte die Redaktion ein flexibles Format für unterschiedliche Update-Typen: Text, Bild, Video, Infografiken, Social Embeds, Kommentare, Hintergrundlinks, Autorenhinweise und hervorgehobene Beiträge.
Vorgehen
Ich begann mit einer Benchmarkanalyse internationaler Live-News-Formate. Dabei untersuchte ich, wie andere Nachrichtenseiten Aktualität, Chronologie, Einstieg und Kontext strukturieren.
Auf dieser Basis leitete ich zentrale Nutzerbedürfnisse ab, entwickelte eine neue Informationsarchitektur und übersetzte sie in ein modulares Mockup für die mobile Nutzung.
Identifizierte Nutzerbedürfnisse
Informationsarchitektur
Ich habe die Live-Update-Seite in zwei funktionale Zonen gegliedert: einen orientierenden Header-Bereich und einen modularen Live-Verlauf.
Zone 1: Header und Lead schaffen schnelle Orientierung. Sie zeigen Thema, Live-Status, Aktualität und den aktuellen Stand der Lage.
Zone 2: Der Live-Verlauf bildet dagegen die fortlaufende Berichterstattung chronologisch ab: einzelne Updates werden als eigenständige Module mit Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Inhalt und optionalen Medien strukturiert.
Damit trennt die Informationsarchitektur klar zwischen Überblick und Verlauf. Nutzer:innen können zuerst erfassen, worum es geht und was gerade wichtig ist, und anschließend den chronologischen Verlauf der Ereignisse nachvollziehen.
Die Module können unterschiedliche Inhalte aufnehmen: Text, Bild, Infografik, Live-Video, Inline-Link oder Social Embed. Jedes Update ist über einen Link erreichbar.
Vorher
Live: Titel
Introtext
Aktualität
×
Keine klare Chronologie
×
Schwer scanbar
×
Eingeschränkte Teilbarkeit
×
Live-Kennzeichnung im Titel
×
Keine Live-Struktur für SEO
×
Endlose Updates in einem Artikel
Nachher
LIVE
Titel
Introtext
Aktualität + Autor
What you need to know
Hinweis der Redaktion
Update 12:45
Titel
Autor
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 12:38
Titel
Text
Sharing-Link
Update 12:24
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 10:55
Titel
Text mit Social-Embed
Sharing-Link
Update 9:36
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Mehr laden
✓
Live-Status sofort sichtbar
✓
Chronologie leicht scanbar
✓
“What you need to know”
als schneller Überblick
✓
Einzelne Updates als eigenständige Module
✓
Jedes Update kann geteilt werden
✓
Flexible Inhalte & redaktionell skalierbar
✓
Redaktioneller Hinweis zum Stand
✓
Nutzbar als Live- oder Archivformat
Strategische UX-Entscheidungen
Aktualität sichtbar machen
Das Modul „What you need to know“ wurde als zentraler Einstieg in die Live-Berichterstattung überarbeitet. Es fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen und hilft Nutzer:innen, die wichtigsten Punkte in der Entwicklung sofort zu erfassen.
Live-Status klar kommunizieren
Der Live-Status zeigt, ob ein Artikel aktiv aktualisiert wird oder ob die Berichterstattung bereits abgeschlossen ist. Dadurch wird die Erwartung der Nutzer:innen klar gesteuert: Ein aktiver Liveblog signalisiert, dass weitere Updates folgen können. Ein abgeschlossener Liveblog funktioniert dagegen als chronologische Dokumentation, ohne falsche Aktualität zu suggerieren.
Modulare Updates
Die einzelnen Meldungen wurden nicht mehr als fortlaufende Textblöcke innerhalb eines Artikels gedacht, sondern als eigenständige Update-Module. Jedes Modul kann Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Text, Medien, weiterführende Links oder Social Embeds aufnehmen. Dadurch wird der Verlauf besser scanbar und die Seite bleibt flexibel für unterschiedliche redaktionelle Situationen.
Teilbare Einstiegspunkte
Jedes Update kann direkt verlinkt werden. Nutzer:innen, Redaktionen oder Social-Media-Teams können dadurch nicht nur die gesamte Live-Seite teilen, sondern gezielt auf eine einzelne Entwicklung verweisen. So entstehen präzisere Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Flexible Nutzung des Artikeltyps
Das Format wurde nicht nur für aktive Live-Berichterstattung konzipiert, sondern auch für chronologische Themenverläufe. Das Live-Label erscheint nur, wenn ein Artikel tatsächlich aktiv aktualisiert wird. Wenn keine Updates mehr folgen, entfällt das Label. Die Seite bleibt dann als chronologische Dokumentation nutzbar.
Sichtbarkeit und semantische Struktur
Das Format orientiert sich strategisch am Prinzip eines LiveBlogPosting: Eine Hauptstory wird durch einzelne, zeitlich markierte Updates ergänzt. Dadurch können Live-Inhalte für Nutzer:innen, Suchmaschinen und Distributionskanäle klarer als laufende Berichterstattung erkennbar werden.
Aus einer klassischen Artikeldetailseite mit fortlaufenden Textblöcken entstand ein eigenständiger Live-Artikeltyp für dynamische Nachrichtenlagen.
Die neue Struktur verbessert den Einstieg in laufende Ereignisse, macht Aktualität und Live-Status klarer erkennbar und ordnet einzelne Updates in einen nachvollziehbaren Verlauf ein. Das Modul „What you need to know“ fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen, während modulare Update-Einträge neue Entwicklungen besser scanbar machen.
Gleichzeitig bietet das Format der Redaktion mehr Flexibilität: Unterschiedliche Update-Typen wie Kurzmeldungen, Zitate, Medien, Social Embeds oder Hintergrundlinks können innerhalb einer konsistenten Struktur veröffentlicht werden. Einzelne Updates sind direkt verlinkbar und schaffen zusätzliche Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Der Artikeltyp kann sowohl für aktive Live-Berichterstattung als auch für abgeschlossene chronologische Themenverläufe genutzt werden — ohne durch ein dauerhaftes Live-Label falsche Aktualität zu suggerieren.
Live-Updates 2026

Fazit
Die größte Erkenntnis war, dass Live-Berichterstattung nicht nur eine Frage der Darstellung ist, sondern ein eigener Nutzungskontext. Nutzer:innen brauchen bei dynamischen Ereignissen andere Orientierungspunkte als in klassischen Artikeln: Aktualität, Status, Verlauf und Kontext müssen sofort erkennbar sein.
Für mich war das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie Informationsarchitektur, redaktionelle Workflows und Distribution zusammengedacht werden müssen, um aus einem einzelnen Seitenkonzept ein skalierbares Produktformat zu entwickeln.
Über dieses Projekt
Produkt
DW.com Live-Update-Seite
Plattform
Responsive Website, Webviews App, Fokus Mobile
Kontext
Die Live-Berichterstattung wurde zuvor auf einer klassischen Artikeldetailseite veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke, obwohl der Nutzungskontext eigentlich ein Live-Format erforderte.
Meine Rolle
UX-Konzeption, Benchmarkanalyse, Informationsarchitektur und modulares Seitenkonzept
Zusammenarbeit
Konzeption in Abstimmung mit redaktionellen und produktnahen Anforderungen für dynamische Nachrichtenlagen
Output
Ein modulares Konzept für einen eigenständigen DW Live-Update-Artikeltyp.
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
Projekt ansehen →
welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
Projekt ansehen →
Ich freue mich über eine Nachricht.
Ich freue mich über eine Nachricht.
hallo@christophkönig.com ↗Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen
Deutsche Welle • Formatentwicklung
Ich entwickelte eine neue Informationsarchitektur für DW Live Updates, die dynamische Nachrichtenlagen schneller erfassbar macht: mit klarem Live-Status, kompaktem Überblick, modularen Updates und direkt teilbaren Einstiegspunkten.
Was ist wichtig?
Live-Ereignisse wurden bislang auf klassischen Artikelseiten veröffentlicht; Status, Aktualität und Verlauf waren dadurch nur schwer erfassbar.
Die UX-Aufgabe bestand darin, Live-Berichterstattung als eigenständigen Nutzungskontext mit klarer Orientierung und Chronologie zu strukturieren.
Nutzer:innen sollten den aktuellen Stand schnell verstehen, neue Entwicklungen scannen und bei Bedarf den vollständigen Verlauf nachvollziehen können.
Der Konzeptumfang reichte vom orientierenden Header mit Live-Status und Überblick bis zu modularen, direkt verlinkbaren Update-Einträgen.
Das Ergebnis war ein flexibler Live-Artikeltyp, der aktive Berichterstattung und abgeschlossene chronologische Verläufe gleichermaßen unterstützt.
Ausgangslage
Live-Ereignisse wurden zuvor innerhalb normaler Artikeldetailseiten veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke in einem Format, das ursprünglich für abgeschlossene Artikel gedacht war.
Dadurch mussten Nutzer aktuelle Entwicklungen, Verlauf und Kontext selbst aus dem Artikel herauslesen. Einzelne Updates waren außerdem nicht als eigenständige Einstiegspunkte für Social Media, Newsletter oder interne Verlinkung angelegt.
Live-Updates vorher

Herausforderung
Bei dynamischen Nachrichtenlagen müssen Nutzer schnell verstehen:
Gleichzeitig brauchte die Redaktion ein flexibles Format für unterschiedliche Update-Typen: Text, Bild, Video, Infografiken, Social Embeds, Kommentare, Hintergrundlinks, Autorenhinweise und hervorgehobene Beiträge.
Vorgehen
Ich begann mit einer Benchmarkanalyse internationaler Live-News-Formate. Dabei untersuchte ich, wie andere Nachrichtenseiten Aktualität, Chronologie, Einstieg und Kontext strukturieren.
Auf dieser Basis leitete ich zentrale Nutzerbedürfnisse ab, entwickelte eine neue Informationsarchitektur und übersetzte sie in ein modulares Mockup für die mobile Nutzung.
Identifizierte Nutzerbedürfnisse
Informationsarchitektur
Ich habe die Live-Update-Seite in zwei funktionale Zonen gegliedert: einen orientierenden Header-Bereich und einen modularen Live-Verlauf.
Zone 1: Header und Lead schaffen schnelle Orientierung. Sie zeigen Thema, Live-Status, Aktualität und den aktuellen Stand der Lage.
Zone 2: Der Live-Verlauf bildet dagegen die fortlaufende Berichterstattung chronologisch ab: einzelne Updates werden als eigenständige Module mit Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Inhalt und optionalen Medien strukturiert.
Damit trennt die Informationsarchitektur klar zwischen Überblick und Verlauf. Nutzer:innen können zuerst erfassen, worum es geht und was gerade wichtig ist, und anschließend den chronologischen Verlauf der Ereignisse nachvollziehen.
Die Module können unterschiedliche Inhalte aufnehmen: Text, Bild, Infografik, Live-Video, Inline-Link oder Social Embed. Jedes Update ist über einen Link erreichbar.
Vorher
Live: Titel
Introtext
Aktualität
×
Keine klare Chronologie
×
Schwer scanbar
×
Eingeschränkte Teilbarkeit
×
Live-Kennzeichnung im Titel
×
Keine Live-Struktur für SEO
×
Endlose Updates in einem Artikel
Nachher
LIVE
Titel
Introtext
Aktualität + Autor
What you need to know
Hinweis der Redaktion
Update 12:45
Titel
Autor
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 12:38
Titel
Text
Sharing-Link
Update 12:24
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 10:55
Titel
Text mit Social-Embed
Sharing-Link
Update 9:36
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Mehr laden
✓
Live-Status sofort sichtbar
✓
Chronologie leicht scanbar
✓
“What you need to know”
als schneller Überblick
✓
Einzelne Updates als eigenständige Module
✓
Jedes Update kann geteilt werden
✓
Flexible Inhalte & redaktionell skalierbar
✓
Redaktioneller Hinweis zum Stand
✓
Nutzbar als Live- oder Archivformat
Strategische UX-Entscheidungen
Aktualität sichtbar machen
Das Modul „What you need to know“ wurde als zentraler Einstieg in die Live-Berichterstattung überarbeitet. Es fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen und hilft Nutzer:innen, die wichtigsten Punkte in der Entwicklung sofort zu erfassen.
Live-Status klar kommunizieren
Der Live-Status zeigt, ob ein Artikel aktiv aktualisiert wird oder ob die Berichterstattung bereits abgeschlossen ist. Dadurch wird die Erwartung der Nutzer:innen klar gesteuert: Ein aktiver Liveblog signalisiert, dass weitere Updates folgen können. Ein abgeschlossener Liveblog funktioniert dagegen als chronologische Dokumentation, ohne falsche Aktualität zu suggerieren.
Modulare Updates
Die einzelnen Meldungen wurden nicht mehr als fortlaufende Textblöcke innerhalb eines Artikels gedacht, sondern als eigenständige Update-Module. Jedes Modul kann Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Text, Medien, weiterführende Links oder Social Embeds aufnehmen. Dadurch wird der Verlauf besser scanbar und die Seite bleibt flexibel für unterschiedliche redaktionelle Situationen.
Teilbare Einstiegspunkte
Jedes Update kann direkt verlinkt werden. Nutzer:innen, Redaktionen oder Social-Media-Teams können dadurch nicht nur die gesamte Live-Seite teilen, sondern gezielt auf eine einzelne Entwicklung verweisen. So entstehen präzisere Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Flexible Nutzung des Artikeltyps
Das Format wurde nicht nur für aktive Live-Berichterstattung konzipiert, sondern auch für chronologische Themenverläufe. Das Live-Label erscheint nur, wenn ein Artikel tatsächlich aktiv aktualisiert wird. Wenn keine Updates mehr folgen, entfällt das Label. Die Seite bleibt dann als chronologische Dokumentation nutzbar.
Sichtbarkeit und semantische Struktur
Das Format orientiert sich strategisch am Prinzip eines LiveBlogPosting: Eine Hauptstory wird durch einzelne, zeitlich markierte Updates ergänzt. Dadurch können Live-Inhalte für Nutzer:innen, Suchmaschinen und Distributionskanäle klarer als laufende Berichterstattung erkennbar werden.
Aus einer klassischen Artikeldetailseite mit fortlaufenden Textblöcken entstand ein eigenständiger Live-Artikeltyp für dynamische Nachrichtenlagen.
Die neue Struktur verbessert den Einstieg in laufende Ereignisse, macht Aktualität und Live-Status klarer erkennbar und ordnet einzelne Updates in einen nachvollziehbaren Verlauf ein. Das Modul „What you need to know“ fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen, während modulare Update-Einträge neue Entwicklungen besser scanbar machen.
Gleichzeitig bietet das Format der Redaktion mehr Flexibilität: Unterschiedliche Update-Typen wie Kurzmeldungen, Zitate, Medien, Social Embeds oder Hintergrundlinks können innerhalb einer konsistenten Struktur veröffentlicht werden. Einzelne Updates sind direkt verlinkbar und schaffen zusätzliche Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Der Artikeltyp kann sowohl für aktive Live-Berichterstattung als auch für abgeschlossene chronologische Themenverläufe genutzt werden — ohne durch ein dauerhaftes Live-Label falsche Aktualität zu suggerieren.
Live-Updates 2026

Fazit
Die größte Erkenntnis war, dass Live-Berichterstattung nicht nur eine Frage der Darstellung ist, sondern ein eigener Nutzungskontext. Nutzer:innen brauchen bei dynamischen Ereignissen andere Orientierungspunkte als in klassischen Artikeln: Aktualität, Status, Verlauf und Kontext müssen sofort erkennbar sein.
Für mich war das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie Informationsarchitektur, redaktionelle Workflows und Distribution zusammengedacht werden müssen, um aus einem einzelnen Seitenkonzept ein skalierbares Produktformat zu entwickeln.
Über dieses Projekt
Produkt
DW.com Live-Update-Seite
Plattform
Responsive Website, Webviews App, Fokus Mobile
Kontext
Die Live-Berichterstattung wurde zuvor auf einer klassischen Artikeldetailseite veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke, obwohl der Nutzungskontext eigentlich ein Live-Format erforderte.
Meine Rolle
UX-Konzeption, Benchmarkanalyse, Informationsarchitektur und modulares Seitenkonzept
Zusammenarbeit
Konzeption in Abstimmung mit redaktionellen und produktnahen Anforderungen für dynamische Nachrichtenlagen
Output
Ein modulares Konzept für einen eigenständigen DW Live-Update-Artikeltyp.
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
Projekt ansehen →
welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
Projekt ansehen →
Ich freue mich über eine Nachricht.
Ich freue mich über eine Nachricht.
hallo@christophkönig.com ↗Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen
Deutsche Welle • Formatentwicklung
Ich entwickelte eine neue Informationsarchitektur für DW Live Updates, die dynamische Nachrichtenlagen schneller erfassbar macht: mit klarem Live-Status, kompaktem Überblick, modularen Updates und direkt teilbaren Einstiegspunkten.
Was ist wichtig?
Live-Ereignisse wurden bislang auf klassischen Artikelseiten veröffentlicht; Status, Aktualität und Verlauf waren dadurch nur schwer erfassbar.
Die UX-Aufgabe bestand darin, Live-Berichterstattung als eigenständigen Nutzungskontext mit klarer Orientierung und Chronologie zu strukturieren.
Nutzer:innen sollten den aktuellen Stand schnell verstehen, neue Entwicklungen scannen und bei Bedarf den vollständigen Verlauf nachvollziehen können.
Der Konzeptumfang reichte vom orientierenden Header mit Live-Status und Überblick bis zu modularen, direkt verlinkbaren Update-Einträgen.
Das Ergebnis war ein flexibler Live-Artikeltyp, der aktive Berichterstattung und abgeschlossene chronologische Verläufe gleichermaßen unterstützt.
Ausgangslage
Live-Ereignisse wurden zuvor innerhalb normaler Artikeldetailseiten veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke in einem Format, das ursprünglich für abgeschlossene Artikel gedacht war.
Dadurch mussten Nutzer aktuelle Entwicklungen, Verlauf und Kontext selbst aus dem Artikel herauslesen. Einzelne Updates waren außerdem nicht als eigenständige Einstiegspunkte für Social Media, Newsletter oder interne Verlinkung angelegt.
Live-Updates vorher

Herausforderung
Bei dynamischen Nachrichtenlagen müssen Nutzer schnell verstehen:
Gleichzeitig brauchte die Redaktion ein flexibles Format für unterschiedliche Update-Typen: Text, Bild, Video, Infografiken, Social Embeds, Kommentare, Hintergrundlinks, Autorenhinweise und hervorgehobene Beiträge.
Vorgehen
Ich begann mit einer Benchmarkanalyse internationaler Live-News-Formate. Dabei untersuchte ich, wie andere Nachrichtenseiten Aktualität, Chronologie, Einstieg und Kontext strukturieren.
Auf dieser Basis leitete ich zentrale Nutzerbedürfnisse ab, entwickelte eine neue Informationsarchitektur und übersetzte sie in ein modulares Mockup für die mobile Nutzung.
Identifizierte Nutzerbedürfnisse
Informationsarchitektur
Ich habe die Live-Update-Seite in zwei funktionale Zonen gegliedert: einen orientierenden Header-Bereich und einen modularen Live-Verlauf.
Zone 1: Header und Lead schaffen schnelle Orientierung. Sie zeigen Thema, Live-Status, Aktualität und den aktuellen Stand der Lage.
Zone 2: Der Live-Verlauf bildet dagegen die fortlaufende Berichterstattung chronologisch ab: einzelne Updates werden als eigenständige Module mit Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Inhalt und optionalen Medien strukturiert.
Damit trennt die Informationsarchitektur klar zwischen Überblick und Verlauf. Nutzer:innen können zuerst erfassen, worum es geht und was gerade wichtig ist, und anschließend den chronologischen Verlauf der Ereignisse nachvollziehen.
Die Module können unterschiedliche Inhalte aufnehmen: Text, Bild, Infografik, Live-Video, Inline-Link oder Social Embed. Jedes Update ist über einen Link erreichbar.
Vorher
Live: Titel
Introtext
Aktualität
×
Keine klare Chronologie
×
Schwer scanbar
×
Eingeschränkte Teilbarkeit
×
Live-Kennzeichnung im Titel
×
Keine Live-Struktur für SEO
×
Endlose Updates in einem Artikel
Nachher
LIVE
Titel
Introtext
Aktualität + Autor
What you need to know
Hinweis der Redaktion
Update 12:45
Titel
Autor
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 12:38
Titel
Text
Sharing-Link
Update 12:24
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Update 10:55
Titel
Text mit Social-Embed
Sharing-Link
Update 9:36
Titel
Text mit Bild
Sharing-Link
Mehr laden
✓
Live-Status sofort sichtbar
✓
Chronologie leicht scanbar
✓
“What you need to know”
als schneller Überblick
✓
Einzelne Updates als eigenständige Module
✓
Jedes Update kann geteilt werden
✓
Flexible Inhalte & redaktionell skalierbar
✓
Redaktioneller Hinweis zum Stand
✓
Nutzbar als Live- oder Archivformat
Strategische UX-Entscheidungen
Aktualität sichtbar machen
Das Modul „What you need to know“ wurde als zentraler Einstieg in die Live-Berichterstattung überarbeitet. Es fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen und hilft Nutzer:innen, die wichtigsten Punkte in der Entwicklung sofort zu erfassen.
Live-Status klar kommunizieren
Der Live-Status zeigt, ob ein Artikel aktiv aktualisiert wird oder ob die Berichterstattung bereits abgeschlossen ist. Dadurch wird die Erwartung der Nutzer:innen klar gesteuert: Ein aktiver Liveblog signalisiert, dass weitere Updates folgen können. Ein abgeschlossener Liveblog funktioniert dagegen als chronologische Dokumentation, ohne falsche Aktualität zu suggerieren.
Modulare Updates
Die einzelnen Meldungen wurden nicht mehr als fortlaufende Textblöcke innerhalb eines Artikels gedacht, sondern als eigenständige Update-Module. Jedes Modul kann Zeitstempel, Überschrift, Autor/Quelle, Text, Medien, weiterführende Links oder Social Embeds aufnehmen. Dadurch wird der Verlauf besser scanbar und die Seite bleibt flexibel für unterschiedliche redaktionelle Situationen.
Teilbare Einstiegspunkte
Jedes Update kann direkt verlinkt werden. Nutzer:innen, Redaktionen oder Social-Media-Teams können dadurch nicht nur die gesamte Live-Seite teilen, sondern gezielt auf eine einzelne Entwicklung verweisen. So entstehen präzisere Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Flexible Nutzung des Artikeltyps
Das Format wurde nicht nur für aktive Live-Berichterstattung konzipiert, sondern auch für chronologische Themenverläufe. Das Live-Label erscheint nur, wenn ein Artikel tatsächlich aktiv aktualisiert wird. Wenn keine Updates mehr folgen, entfällt das Label. Die Seite bleibt dann als chronologische Dokumentation nutzbar.
Sichtbarkeit und semantische Struktur
Das Format orientiert sich strategisch am Prinzip eines LiveBlogPosting: Eine Hauptstory wird durch einzelne, zeitlich markierte Updates ergänzt. Dadurch können Live-Inhalte für Nutzer:innen, Suchmaschinen und Distributionskanäle klarer als laufende Berichterstattung erkennbar werden.
Aus einer klassischen Artikeldetailseite mit fortlaufenden Textblöcken entstand ein eigenständiger Live-Artikeltyp für dynamische Nachrichtenlagen.
Die neue Struktur verbessert den Einstieg in laufende Ereignisse, macht Aktualität und Live-Status klarer erkennbar und ordnet einzelne Updates in einen nachvollziehbaren Verlauf ein. Das Modul „What you need to know“ fasst den aktuellen Stand kompakt zusammen, während modulare Update-Einträge neue Entwicklungen besser scanbar machen.
Gleichzeitig bietet das Format der Redaktion mehr Flexibilität: Unterschiedliche Update-Typen wie Kurzmeldungen, Zitate, Medien, Social Embeds oder Hintergrundlinks können innerhalb einer konsistenten Struktur veröffentlicht werden. Einzelne Updates sind direkt verlinkbar und schaffen zusätzliche Einstiegspunkte über Social Media, Newsletter und interne Verlinkung.
Der Artikeltyp kann sowohl für aktive Live-Berichterstattung als auch für abgeschlossene chronologische Themenverläufe genutzt werden — ohne durch ein dauerhaftes Live-Label falsche Aktualität zu suggerieren.
Live-Updates 2026

Fazit
Die größte Erkenntnis war, dass Live-Berichterstattung nicht nur eine Frage der Darstellung ist, sondern ein eigener Nutzungskontext. Nutzer:innen brauchen bei dynamischen Ereignissen andere Orientierungspunkte als in klassischen Artikeln: Aktualität, Status, Verlauf und Kontext müssen sofort erkennbar sein.
Für mich war das Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie Informationsarchitektur, redaktionelle Workflows und Distribution zusammengedacht werden müssen, um aus einem einzelnen Seitenkonzept ein skalierbares Produktformat zu entwickeln.
Über dieses Projekt
Produkt
DW.com Live-Update-Seite
Plattform
Responsive Website, Webviews App, Fokus Mobile
Kontext
Die Live-Berichterstattung wurde zuvor auf einer klassischen Artikeldetailseite veröffentlicht. Updates erschienen als fortlaufende Textblöcke, obwohl der Nutzungskontext eigentlich ein Live-Format erforderte.
Meine Rolle
UX-Konzeption, Benchmarkanalyse, Informationsarchitektur und modulares Seitenkonzept
Zusammenarbeit
Konzeption in Abstimmung mit redaktionellen und produktnahen Anforderungen für dynamische Nachrichtenlagen
Output
Ein modulares Konzept für einen eigenständigen DW Live-Update-Artikeltyp.
Meine Projekte
Ausgewählte Arbeiten

Deutsche Welle
Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.
Projekt ansehen →

Deutsche Welle
Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.
Projekt ansehen →

spring / welt.de
Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage
Projekt ansehen →

welt.de
Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.
Projekt ansehen →
welt.de
SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.
Projekt ansehen →
Ich freue mich über eine Nachricht.
Ich freue mich über eine Nachricht.
hallo@christophkönig.com ↗Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen