Deutsche Welle • UX-Konzeption

Interaktive Infografiken für mobile Nutzung standardisieren

Komplexe Datenvisualisierungen müssen im redaktionellen Kontext schnell verständlich bleiben — auch auf kleinen Screens. Für dieses Proof of Concept entwickelte ich ein modulares UX-Modell, mit dem Nutzer bei Bedarf zusätzliche Details entdecken können, ohne von zu vielen Informationen überfordert zu werden.

Was ist wichtig?

bulletpoint

Bestehende Infografiken waren statisches Visualisierungen und wurden ohne jegliche interaktion individuell gestaltet.

bulletpoint

Die Formate wurden nach Datentyp, Funktion und Interaktionsmodell analysiert und hinsichtlich ihrer Standardisierbarkeit bewertet.

bulletpoint

Im Mittelpunkt standen Orientierung, geringe kognitive Belastung, gut erreichbare Touch-Elemente und barrierearme Nutzung.

bulletpoint

Das Konzept trennt Orientierung, Darstellung, Information und Interaktion in klar definierte, wiederverwendbare Bereiche.

bulletpoint

Der Vergleich mit bestehenden Lösungen bestätigte eine verständlichere Bedienung und bessere Skalierbarkeit für redaktionelle Anwendungen.

Herausforderung

Statische Infografiken stoßen schnell an Grenzen, wenn sie viele Datenpunkte, Vergleichswerte oder Detailinformationen enthalten. Werden alle Informationen gleichzeitig gezeigt, entsteht visuelle Überlastung. Werden zu wenige Informationen gezeigt, fehlt Nutzer:innen der Zugang zu relevanten Details.

Dafür analysierte ich bestehende Umsetzungen, identifizierte wiederkehrende Muster und leitete daraus eine standardisierte Struktur für interaktive Infografiken ab.

Zentrale UX-Frage

Wie können Infografiken mehr Tiefe bieten und gleichzeitig auf Mobile gut nutzbar sein?

Der Kern des Konzepts war nicht mehr Interaktion an sich, sondern kontrollierte Vertiefung: Nutzer sollen Details entdecken können, ohne von Informationen überreizt zu werden.

Ausgangslage: viele Formate, wenig Standardisierung

Bestehende Infografiken wurden auf Gemeinsamkeiten, wiederkehrende Elemente und mobile Schwachstellen untersucht. Die Platzhalter markieren Bereiche für die analysierten Ausgangsformate.

Beispiele

Vorgehen

Ich habe bestehende interaktive Infografiken auf dw.com aus UX-Sicht analysiert und nach Funktion, Datentyp und Interaktionsmodell geclustert. Dabei wurde unterschieden, welche Formate sich für mobile Standardisierung eignen und welche aufgrund ihrer Komplexität eher als eigenständige Storytelling-Formate funktionieren.

Im Fokus standen Orientierung, Informationshierarchie, Interaktionslogik, mobile Bedienbarkeit, Lesbarkeit, Accessibility und kognitiver Aufwand.

Identifizierte Probleme und Anforderungen

Pain Points aus den Benchmark-Fallbeispielen

  • unklare Interaktionsmöglichkeiten
  • hoher kognitiver Aufwand beim Einstieg
  • schwer bedienbare Touch-Elemente
  • Hover-abhängige Tooltips auf mobilen Geräten
  • fehlende Orientierung bei komplexen Datenzuständen

Abgeleitete Anforderungen

  • Mobile-first
  • klare Informationshierarchie
  • Gute Erreichbarkeit der Interaktionselemente
  • standardisierte Pattern für wiederkehrende Grafiktypen
  • Barrierefreiheit

Lösung

Die Lösung basiert auf einem modularen Modell für interaktive Infografiken. Ziel war es die Bereiche für Interaktion und Informationen klar voneinander zu trennen und dadurch sowohl die Nutzung als auch die Erstellung komfortabler zu machen.

Einheitliche Informationsarchitektur

Feste Zonen sorgen für eine bessere Übersicht. Aus dem unteren Bereich wird die Dartstellung in der Informationszone gesteuert. Hier sind Interaktionenelemente leicht erreichbar und Informationen werden während der Interaktion nicht von Daumen oder Finger verdeckt und das Auge muss nicht so nicht so viel springen.

Orientierung

Titel, Kurzbeschreibung

Informationszone

Primäre Werte aus der Interaktion mit der Grafik werden hier angezeigt

Zeichenfläche

  • Diagramme und Karten werden hier dargestellt.
  • Durch die Interaktion wird die Informationszone gesteuert.
  • Die Steuerung erfolgt durch Selection Line oder durch Auswahl eines Datenpunkts
  • Anzeige sekundärer Informationen während der Interaktion sind möglich

Interaktionszone

Filtern und Auswählen mit Chips, Buttons und Dropdowns

Transparenz

Quelle, Datum, Methodik

Mockups mit Beispielen

Flächendiagramm

User hat die Selection Line verschoben. Alle Werte werden oben angezeigt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

mockup chart
mockup selectionline
mockup selectionline

Karte mit Chips

  1. User wählt Chip mit Gruppe aus.
  2. User wählt Region führ mehr Details.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

Filter 1

Filter 2

Filter 3

Karte mit Datenpunkten

  1. User zoomt in die Karte.
  2. User wählt einen Datenpunkt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

mockup map

+

Umsetzungen im Vergleich

Um die Anforderungen an mobile interaktive Infografiken für dw.com besser einzuordnen, wurden drei Umsetzungsvarianten verglichen: eine statische Grafik, eine standardisierte Datawrapper-Umsetzung und mein eigenes Konzept.

Statische Infografik

  • Keine Interaktion möglich
  • Nutzer:innen können die Details nur schätzen.
infografik altes design

Umsetzung mit Datawrapper

  • Interaktion ist auf Mobile nicht ausreichend erklärt.
  • Tooltip-Logik wirkt stark Desktop-orientiert.
  • Aktive Auswahl und Datenzustand sind nicht klar genug sichtbar.
  • Legende, Chart und Detailinformationen müssen mental stärker zusammengeführt werden.
  • Der kognitive Aufwand ist höher, weil Nutzer:innen die Grafik explorativ erschließen müssen.
  • Während der Interaktion wird der Tooltip durch die Hand verdeckt.

Interaktives Beispiel

Umsetzung UX Konzept

  • Mobile-first Interaktionsmodell mit klarem Touch-Hinweis.
  • Sichtbarer Datenzustand durch Jahr, Gesamtwert und Detailwerte.
  • Bessere Orientierung zwischen Überblick und Detailansicht.
  • Geringerer kognitiver Aufwand durch geführte Nutzung.
  • Barriereärmer durch erklärende Texte und zugänglichere Informationsstruktur.
  • Besser als wiederverwendbares UX-Modul für redaktionelle Infografiken skalierbar.

Interaktives Beispiel

Hinweis: Diese Umsetzung erfolgte mit Codex und diente zur Überprüfungen des Konzepts. Sie ist nicht Teil meiner Arbeit bei der Deutschen Welle.

Ergebnis

Das Konzept schafft ein wiederverwendbares UX-Modell für interaktive Infografiken im Datenjournalismus.

Klarere Orientierung

Daten, Kontext, Filter und Aktionen sind in nachvollziehbare Zonen gegliedert.

Bessere mobile Bedienbarkeit

Interaktionen verdecken relevante Daten nicht und bleiben mit Touch-Gesten kontrollierbar.

Praktikabler Workflow

Das Modell unterstützt Redaktionen und Infografiker bei konsistenteren Umsetzungen.

Fazit

Das Projekt zeigt, dass Interaktivität nur dann einen Mehrwert bietet, wenn sie die Nutzung vereinfacht. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Funktionen anzubieten, sondern Daten, Kontext und Aktionen so zu strukturieren, dass Nutzer Informationen kontrolliert vertiefen können.

Gerade auf mobilen Geräten müssen interaktive Infografiken lesbar, steuerbar und jederzeit wieder verlassbar bleiben.

Meine Projekte

Ausgewählte Arbeiten

Teaser dw news app

Deutsche Welle

DW Breaking World News App

Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.

Projekt ansehen →

Teaser live updates

Deutsche Welle

Live Updates

Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.

Projekt ansehen →

Teaser interaktive infografik

Deutsche Welle

Interaktive Infografik

Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.

Projekt ansehen →

teaser spring poll

SPring / welt.de

Polling-Tool

Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage

Projekt ansehen →

teaser welt dashboard

welt.de

Dashboard für welt.de

Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.

Projekt ansehen →

welt.de

Usability messen und gezielt verbessern

SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.

Projekt ansehen →

Über dieses Projekt

Produkt

Interaktive Infografiken für DW.com

Plattform

Responsive Website · Fokus Mobile

Kontext

Datenjournalismus mit komplexen Visualisierungen

Meine Rolle

Analyse, UX-Konzeption, Architekturmodell, Mockups und Click-Dummy

Zusammenarbeit

Abstimmung mit Infografikern und Datenjournalisten

Output

Modulares UX-Modell für interaktive Grafiktypen

Kontakt

Ich freue mich über eine Nachricht.

hallo@christophkönig.com ↗

Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen

Deutsche Welle • UX-Konzeption

Interaktive Infografiken für mobile Nutzung standardisieren

Komplexe Datenvisualisierungen müssen im redaktionellen Kontext schnell verständlich bleiben — auch auf kleinen Screens. Für dieses Proof of Concept entwickelte ich ein modulares UX-Modell, mit dem Nutzer bei Bedarf zusätzliche Details entdecken können, ohne von zu vielen Informationen überfordert zu werden.

Was ist wichtig?

bulletpoint

Bestehende Infografiken waren statisches Visualisierungen und wurden ohne jegliche interaktion individuell gestaltet.

bulletpoint

Die Formate wurden nach Datentyp, Funktion und Interaktionsmodell analysiert und hinsichtlich ihrer Standardisierbarkeit bewertet.

bulletpoint

Im Mittelpunkt standen Orientierung, geringe kognitive Belastung, gut erreichbare Touch-Elemente und barrierearme Nutzung.

bulletpoint

Das Konzept trennt Orientierung, Darstellung, Information und Interaktion in klar definierte, wiederverwendbare Bereiche.

bulletpoint

Der Vergleich mit bestehenden Lösungen bestätigte eine verständlichere Bedienung und bessere Skalierbarkeit für redaktionelle Anwendungen.

Herausforderung

Statische Infografiken stoßen schnell an Grenzen, wenn sie viele Datenpunkte, Vergleichswerte oder Detailinformationen enthalten. Werden alle Informationen gleichzeitig gezeigt, entsteht visuelle Überlastung. Werden zu wenige Informationen gezeigt, fehlt Nutzer:innen der Zugang zu relevanten Details.

Dafür analysierte ich bestehende Umsetzungen, identifizierte wiederkehrende Muster und leitete daraus eine standardisierte Struktur für interaktive Infografiken ab.

Zentrale UX-Frage

Wie können Infografiken mehr Tiefe bieten und gleichzeitig auf Mobile gut nutzbar sein?

Der Kern des Konzepts war nicht mehr Interaktion an sich, sondern kontrollierte Vertiefung: Nutzer sollen Details entdecken können, ohne von Informationen überreizt zu werden.

Ausgangslage: viele Formate, wenig Standardisierung

Bestehende Infografiken wurden auf Gemeinsamkeiten, wiederkehrende Elemente und mobile Schwachstellen untersucht. Die Platzhalter markieren Bereiche für die analysierten Ausgangsformate.

Beispiele

Vorgehen

Ich habe bestehende interaktive Infografiken auf dw.com aus UX-Sicht analysiert und nach Funktion, Datentyp und Interaktionsmodell geclustert. Dabei wurde unterschieden, welche Formate sich für mobile Standardisierung eignen und welche aufgrund ihrer Komplexität eher als eigenständige Storytelling-Formate funktionieren.

Im Fokus standen Orientierung, Informationshierarchie, Interaktionslogik, mobile Bedienbarkeit, Lesbarkeit, Accessibility und kognitiver Aufwand.

Identifizierte Probleme und Anforderungen

Pain Points aus den Benchmark-Fallbeispielen

  • unklare Interaktionsmöglichkeiten
  • hoher kognitiver Aufwand beim Einstieg
  • schwer bedienbare Touch-Elemente
  • Hover-abhängige Tooltips auf mobilen Geräten
  • fehlende Orientierung bei komplexen Datenzuständen

Abgeleitete Anforderungen

  • Mobile-first
  • klare Informationshierarchie
  • Gute Erreichbarkeit der Interaktionselemente
  • standardisierte Pattern für wiederkehrende Grafiktypen
  • Barrierefreiheit

Lösung

Die Lösung basiert auf einem modularen Modell für interaktive Infografiken. Ziel war es die Bereiche für Interaktion und Informationen klar voneinander zu trennen und dadurch sowohl die Nutzung als auch die Erstellung komfortabler zu machen.

Einheitliche Informationsarchitektur

Feste Zonen sorgen für eine bessere Übersicht. Aus dem unteren Bereich wird die Dartstellung in der Informationszone gesteuert. Hier sind Interaktionenelemente leicht erreichbar und Informationen werden während der Interaktion nicht von Daumen oder Finger verdeckt und das Auge muss nicht so nicht so viel springen.

Orientierung

Titel, Kurzbeschreibung

Informationszone

Primäre Werte aus der Interaktion mit der Grafik werden hier angezeigt

Zeichenfläche

  • Diagramme und Karten werden hier dargestellt.
  • Durch die Interaktion wird die Informationszone gesteuert.
  • Die Steuerung erfolgt durch Selection Line oder durch Auswahl eines Datenpunkts
  • Anzeige sekundärer Informationen während der Interaktion sind möglich

Interaktionszone

Filtern und Auswählen mit Chips, Buttons und Dropdowns

Transparenz

Quelle, Datum, Methodik

Mockups mit Beispielen

Flächendiagramm

User hat die Selection Line verschoben. Alle Werte werden oben angezeigt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

mockup chart
mockup selection line
mockup selection line

Karte mit Chips

  1. User wählt Chip mit Gruppe aus.
  2. User wählt Region führ mehr Details.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

Filter 1

Filter 2

Filter 3

Karte mit Datenpunkten

  1. User zoomt in die Karte.
  2. User wählt einen Datenpunkt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

mockup map

+

Umsetzungen im Vergleich

Um die Anforderungen an mobile interaktive Infografiken für dw.com besser einzuordnen, wurden drei Umsetzungsvarianten verglichen: eine statische Grafik, eine standardisierte Datawrapper-Umsetzung und mein eigenes Konzept.

Statische Infografik

  • Keine Interaktion möglich
  • Nutzer:innen können die Details nur schätzen.
infografik altes design

Umsetzung mit Datawrapper

  • Interaktion ist auf Mobile nicht ausreichend erklärt.
  • Tooltip-Logik wirkt stark Desktop-orientiert.
  • Aktive Auswahl und Datenzustand sind nicht klar genug sichtbar.
  • Legende, Chart und Detailinformationen müssen mental stärker zusammengeführt werden.
  • Der kognitive Aufwand ist höher, weil Nutzer:innen die Grafik explorativ erschließen müssen.
  • Während der Interaktion wird der Tooltip durch die Hand verdeckt.

Interaktives Beispiel

Umsetzung UX Konzept

  • Mobile-first Interaktionsmodell mit klarem Touch-Hinweis.
  • Sichtbarer Datenzustand durch Jahr, Gesamtwert und Detailwerte.
  • Bessere Orientierung zwischen Überblick und Detailansicht.
  • Geringerer kognitiver Aufwand durch geführte Nutzung.
  • Barriereärmer durch erklärende Texte und zugänglichere Informationsstruktur.
  • Besser als wiederverwendbares UX-Modul für redaktionelle Infografiken skalierbar.

Interaktives Beispiel

Hinweis: Diese Umsetzung erfolgte mit Codex und diente zur Überprüfungen des Konzepts. Sie ist nicht Teil meiner Arbeit bei der Deutschen Welle.

Ergebnis

Das Konzept schafft ein wiederverwendbares UX-Modell für interaktive Infografiken im Datenjournalismus.

Klarere Orientierung

Daten, Kontext, Filter und Aktionen sind in nachvollziehbare Zonen gegliedert.

Bessere mobile Bedienbarkeit

Interaktionen verdecken relevante Daten nicht und bleiben mit Touch-Gesten kontrollierbar.

Praktikabler Workflow

Das Modell unterstützt Redaktionen und Infografiker bei konsistenteren Umsetzungen.

Fazit

Das Projekt zeigt, dass Interaktivität nur dann einen Mehrwert bietet, wenn sie die Nutzung vereinfacht. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Funktionen anzubieten, sondern Daten, Kontext und Aktionen so zu strukturieren, dass Nutzer Informationen kontrolliert vertiefen können.

Gerade auf mobilen Geräten müssen interaktive Infografiken lesbar, steuerbar und jederzeit wieder verlassbar bleiben.

Über dieses Projekt

Produkt

Interaktive Infografiken für DW.com

Plattform

Responsive Website · Fokus Mobile

Kontext

Datenjournalismus mit komplexen Visualisierungen

Meine Rolle

Analyse, UX-Konzeption, Architekturmodell, Mockups und Click-Dummy

Zusammenarbeit

Abstimmung mit Infografikern und Datenjournalisten

Output

Modulares UX-Modell für interaktive Grafiktypen

Meine Projekte

Ausgewählte Arbeiten

Teaser dw news app

Deutsche Welle

DW Breaking World News App

Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.

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Deutsche Welle

Live Updates

Ein neues Format mit kompakter Informationsarchitektur macht dynamische Nachrichtenlagen für Nutzer:innen schneller erfassbar und bleibt zugleich flexibel für die Redaktion nutzbar.

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Teaser interaktive infografik

Deutsche Welle

Interaktive Infografik

Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.

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teaser spring poll

SPring / welt.de

Polling-Tool

Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage

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teaser welt dashboard

welt.de

Dashboard für welt.de

Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.

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welt.de

Usability messen und gezielt verbessern

SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.

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Kontakt

Ich freue mich über eine Nachricht.

hallo@christophkönig.com ↗

Offen für: Remote-Positionen · Projektarbeit · Hybrid in Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Göttingen

Deutsche Welle • UX-Konzeption

Interaktive Infografiken für mobile Nutzung standardisieren

Komplexe Datenvisualisierungen müssen im redaktionellen Kontext schnell verständlich bleiben — auch auf kleinen Screens. Für dieses Proof of Concept entwickelte ich ein modulares UX-Modell, mit dem Nutzer bei Bedarf zusätzliche Details entdecken können, ohne von zu vielen Informationen überfordert zu werden.

Was ist wichtig?

bulletpoint

Bestehende Infografiken wurden individuell als statisches Visualisierungen erstellt und waren ohne jegliche Interaktion.

bulletpoint

Die Formate wurden nach Datentyp, Funktion und Interaktionsmodell analysiert und hinsichtlich ihrer Standardisierbarkeit bewertet.

bulletpoint

Im Mittelpunkt standen Orientierung, geringe kognitive Belastung, gut erreichbare Touch-Elemente und barrierearme Nutzung.

bulletpoint

Das Konzept trennt Orientierung, Darstellung, Information und Interaktion in klar definierte, wiederverwendbare Bereiche.

bulletpoint

Der Vergleich mit bestehenden Lösungen bestätigte eine verständlichere Bedienung und bessere Skalierbarkeit für redaktionelle Anwendungen.

Herausforderung

Statische Infografiken stoßen schnell an Grenzen, wenn sie viele Datenpunkte, Vergleichswerte oder Detailinformationen enthalten. Werden alle Informationen gleichzeitig gezeigt, entsteht visuelle Überlastung. Werden zu wenige Informationen gezeigt, fehlt Nutzer:innen der Zugang zu relevanten Details.

Dafür analysierte ich bestehende Umsetzungen, identifizierte wiederkehrende Muster und leitete daraus eine standardisierte Struktur für interaktive Infografiken ab.

Zentrale UX-Frage

Wie können Infografiken mehr Tiefe bieten und gleichzeitig auf Mobile gut nutzbar sein?

Der Kern des Konzepts war nicht nur Interaktion an sich, sondern mehr Übersicht und kontrollierte Vertiefung: Nutzer sollen Details entdecken können, ohne Orientierung und Lesefluss zu verlieren.

Ausgangslage: viele Formate, wenig Standardisierung

Bestehende Infografiken wurden auf Gemeinsamkeiten, wiederkehrende Elemente und mobile Schwachstellen untersucht. Die Platzhalter markieren Bereiche für die analysierten Ausgangsformate.

Beispiele

Vorgehen

Ich habe bestehende interaktive Infografiken auf dw.com aus UX-Sicht analysiert und nach Funktion, Datentyp und Interaktionsmodell geclustert. Dabei wurde unterschieden, welche Formate sich für mobile Standardisierung eignen und welche aufgrund ihrer Komplexität eher als eigenständige Storytelling-Formate funktionieren.

Im Fokus standen Orientierung, Informationshierarchie, Interaktionslogik, mobile Bedienbarkeit, Lesbarkeit, Accessibility und kognitiver Aufwand.

Identifizierte Probleme und Anforderungen

Pain Points aus den Benchmark-Fallbeispielen

  • unklare Interaktionsmöglichkeiten
  • hoher kognitiver Aufwand beim Einstieg
  • schwer bedienbare Touch-Elemente
  • Hover-abhängige Tooltips auf mobilen Geräten
  • fehlende Orientierung bei komplexen Datenzuständen

Abgeleitete Anforderungen

  • Mobile-first
  • klare Informationshierarchie
  • Gute Erreichbarkeit der Interaktionselemente
  • standardisierte Pattern für wiederkehrende Grafiktypen
  • Barrierefreiheit

Lösung

Die Lösung basiert auf einem modularen Modell für interaktive Infografiken. Ziel war es die Bereiche für Interaktion und Informationen klar voneinander zu trennen und dadurch sowohl die Nutzung als auch die Erstellung komfortabler zu machen.

Einheitliche Informationsarchitektur

Feste Zonen sorgen für eine bessere Übersicht. Aus dem unteren Bereich wird die Dartstellung in der Informationszone gesteuert. Hier sind Interaktionenelemente leicht erreichbar und Informationen werden während der Interaktion nicht von Daumen oder Finger verdeckt und das Auge muss nicht so nicht so viel springen.

Orientierung

Titel, Kurzbeschreibung

Informationszone

Primäre Werte aus der Interaktion mit der Grafik werden hier angezeigt

Zeichenfläche

  • Diagramme und Karten werden hier dargestellt.
  • Durch die Interaktion wird die Informationszone gesteuert.
  • Die Steuerung erfolgt durch Selection Line oder durch Auswahl eines Datenpunkts
  • Anzeige sekundärer Informationen während der Interaktion sind möglich

Interaktionszone

Filtern und Auswählen mit Chips, Buttons und Dropdowns

Transparenz

Quelle, Datum, Methodik

Mockups mit Beispielen

Flächendiagramm

User hat die Selection Line verschoben. Alle Werte werden oben angezeigt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

mockup chart
mockup selection line
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Karte mit Chips

  1. User wählt Chip mit Gruppe aus.
  2. User wählt Region führ mehr Details.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

Filter 1

Filter 2

Filter 3

Karte mit Datenpunkten

  1. User zoomt in die Karte.
  2. User wählt einen Datenpunkt.

Titel

Aktuelle Auswahl

Primärer Wert

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+

Umsetzungen im Vergleich

Um die Anforderungen an mobile interaktive Infografiken für dw.com besser einzuordnen, wurden drei Umsetzungsvarianten verglichen: eine statische Grafik, eine standardisierte Datawrapper-Umsetzung und mein eigenes Konzept.

Statische Infografik

  • Keine Interaktion möglich
  • Nutzer:innen können die Details nur schätzen.
infografik altes design

Umsetzung mit Datawrapper

  • Interaktion ist auf Mobile nicht ausreichend erklärt.
  • Tooltip-Logik wirkt stark Desktop-orientiert.
  • Aktive Auswahl und Datenzustand sind nicht klar genug sichtbar.
  • Legende, Chart und Detailinformationen müssen mental stärker zusammengeführt werden.
  • Der kognitive Aufwand ist höher, weil Nutzer:innen die Grafik explorativ erschließen müssen.
  • Während der Interaktion wird der Tooltip durch die Hand verdeckt.

Interaktives Beispiel

Umsetzung UX Konzept

  • Mobile-first Interaktionsmodell mit klarem Touch-Hinweis.
  • Sichtbarer Datenzustand durch Jahr, Gesamtwert und Detailwerte.
  • Bessere Orientierung zwischen Überblick und Detailansicht.
  • Geringerer kognitiver Aufwand durch geführte Nutzung.
  • Barriereärmer durch erklärende Texte und zugänglichere Informationsstruktur.
  • Besser als wiederverwendbares UX-Modul für redaktionelle Infografiken skalierbar.

Interaktives Beispiel

Hinweis: Diese Umsetzung erfolgte mit Codex und diente zur Überprüfungen des Konzepts. Sie ist nicht Teil meiner Arbeit bei der Deutschen Welle.

Ergebnis

Das Konzept schafft ein wiederverwendbares UX-Modell für interaktive Infografiken im Datenjournalismus.

Klarere Orientierung

Daten, Kontext, Filter und Aktionen sind in nachvollziehbare Zonen gegliedert.

Bessere mobile Bedienbarkeit

Interaktionen verdecken relevante Daten nicht und bleiben mit Touch-Gesten kontrollierbar.

Praktikabler Workflow

Das Modell unterstützt Redaktionen und Infografiker bei konsistenteren Umsetzungen.

Fazit

Das Projekt zeigt, dass Interaktivität nur dann einen Mehrwert bietet, wenn sie die Nutzung vereinfacht. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Funktionen anzubieten, sondern Daten, Kontext und Aktionen so zu strukturieren, dass Nutzer Informationen kontrolliert vertiefen können.

Gerade auf mobilen Geräten müssen interaktive Infografiken lesbar, steuerbar und jederzeit wieder verlassbar bleiben.

Über dieses Projekt

Produkt

Interaktive Infografiken für DW.com

Plattform

Responsive Website · Fokus Mobile

Kontext

Datenjournalismus mit komplexen Visualisierungen

Meine Rolle

Analyse, UX-Konzeption, Architekturmodell, Mockups und Click-Dummy

Zusammenarbeit

Abstimmung mit Infografikern und Datenjournalisten

Output

Modulares UX-Modell für interaktive Grafiktypen

Meine Projekte

Ausgewählte Arbeiten

Teaser dw news app

Deutsche Welle

DW Breaking World News App

Eine mehrsprachige News-App neu strukturieren – nicht als mobile Kopie der Website, sondern als eigenständiges Produkt.

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Interaktive Infografik

Komplexe Datengrafiken auf kleinen Screens verständlich, bedienbar und skalierbar machen.

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Ein internes Polling-Tool konzipieren als Entscheidungsgrundlage für eine Make-or-Buy-Frage

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Eine zentrale Arbeitsoberfläche für die Redaktion entwickeln, die die Kuratierung der Startseite erleichtert und gleichzeitig die Qualität steigert.

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SUS-Benchmark und Lab-Test machten Usability-Probleme sichtbar und lieferten konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung.

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